Newsletter Januar 2026

«Kinder, wie die Zeit vergeht!…»

Eigentlich hatte ich über einen anderen Satz zur Einleitung dieses Newsletters nachgedacht, aber als ich ihn abspeichern wollte, habe ich gesehen, dass ich in diesem Jahr bereits seit 10 (in Worten: zehn!) Jahren für den Newsletter verantwortlich bin. Zeit, um mich für die Aufmerksamkeit und die eine oder andere Rückmeldung herzlich zu bedanken. Es macht mir immer noch Freude, und ich hoffe fest, dass ein bisschen davon bei der Lektüre «überspringt».

Mit herzlichen Grüssen

Brigitte Pastewka

 

Jetzt aber zum Wesentlichen:

Aus der APW

Wie immer sind der Vorstand und die Geschäftsstelle fleissig. Die Jahresplanung läuft. Neue Veranstaltungen werden fortlaufend in der Agenda veröffentlicht. Also immer mal wieder auf die Website schauen!

Neu ab diesem Jahr:  Es gibt zwei Webinare zu aktuellen Themen rund ums Affolter-Modell®. Für Mitglieder und Mitarbeitende der Kollektivmitglieder sind diese kostenlos. Das erste Webinar mit dem Thema «Das Affolter-Modell® und die Tiergestützte Therapie» findet bereits am 19.02.2026.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Im Frühling und Herbst sind ausserdem zwei Online-Abende zu sozialversicherungsrechtlichen Themen geplant. Die Daten stehen noch nicht fest, also immer mal wieder auf die Website schauen! 😊

Wie wäre es mal wieder mit einem Besuch in Basel?
Am 25. April findet im REHAB Bâle die Generalversammlung der APW statt. Genauere Informationen erhalten die Mitglieder wie immer rechtzeitig.
Für die Weiterbildung, die auch externen Interessierten offensteht, konnten wir Prof. Ursula Costa von der FH Gesundheit in Innsbruck gewinnen.  Wir wollen Fragen zur Wirksamkeitsforschung gemeinsam mit ihr vertiefen. Neu werden wir die GV-Weiterbildung hybrid anbieten. So können auch weiter entfernt Wohnende profitieren.

Und wieder haben sich engagierte Mitglieder gefunden, die einen «Affolter-Tag» organisieren (Herzlichen Dank bereits jetzt!). Der diesjährige findet am 7.November in Winterthur statt. Der Flyer ist auf der Website unter der Agenda zu finden.

Neben den sozialversicherungsrechtlichen Themen hat die APW für Angehörige wieder zwei spannende Angebote im Programm:
Die Elternkurse
«Autismus – Spektrum – Störung / Was bedeutet das bei meinem Kind»
 et
«Autismus im Familienalltag: Klar kommunizieren – Stress reduzieren – den Alltag gestalten».
Beide Kurse sind auf unserer Website unter folgendem Link aufgeschaltet:
https://apwschweiz.ch/kursangebote/

Und nun zu einer Diskussion, die mich seit meiner Studienzeit durch das berufliche Leben begleitet: Handelt es sich bei den Klient/-innen, mit denen ich beruflich umgehe, um Menschen mit einer «Störung», einer «Beeinträchtigung» oder einer «Behinderung»?
Diese «Wortklauberei» erscheint auf den ersten Blick müssig, aber Sprache schafft innere Bilder, und es ein Unterschied, ob ich der Meinung bin, jemand sei «gestört» oder sei, bzw. werde «behindert». So ist es kein Wunder, dass jede Generation diese Diskussion aufs Neue führt und damit auch ein Stück weit die gesellschaftliche Situation reflektiert.

Auch die APW nimmt an dieser Diskussion teil. So möchten wir mit einer Umfrage herausfinden, ob weiterhin der Begriff «Wahrnehmungsstörung» passend ist oder was stattdessen stimmig wäre. An der Umfrage können alle teilnehmen…wir wünschen uns auch die Meinung der Betroffenen.

Die Umfrage dauert nur wenige Minuten. Bitte bis zum 17. Februar ausfüllen.

QR-Code scannen oder über den Link:

Link zur Umfrage

Wann waren Sie zuletzt auf der Website? 😊 www.apwschweiz.ch

Erst kürzlich? Dann haben Sie sicher gemerkt, dass es immer wieder Neues in der Agenda und im Shop zu entdecken gibt.
Noch nicht fertig sind leider die Übersetzungen ins Englische und Französische. Aber wir arbeiten daran.

Aus der Schweiz

Manchmal bin ich stolz auf meine Wahlheimatstadt. Auf dem «Weg der Vielfalt» findet sich seit Kurzem unter der Rubrik «Frauen, Sexismus» ein Eintrag zu Félicie Affolter (Direktlink zum Eintrag).

Ihr Werdegang ist nicht nur in fachlicher, sondern auch in emanzipatorischer Hinsicht beispielhaft. Wie schön, dass sie in dem erst kürzlich konzipierten Weg bereits Erwähnung findet.

Und manchmal bin ich «putzverruckt» auf meinen Wahlheimatkanton. Das Kantonsparlament des Kantons St. Gallen hat in seiner letzten Session entschieden, die Mittel für die Betreuung von alten Menschen und erwachsenen Menschen mit einer Beeinträchtigung bis 2028 um 7.5 Millionen Franken zu kürzen. Man muss sparen, nachdem mit 2021 und 2022 zwei Jahre hintereinander die Steuern gesenkt wurden.

Wie es Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen in der gesamten Schweiz geht, fragt Pro Infirmis. Hierzu führt die Organisatin eine Umfrage zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz durch. «Ziel ist es Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten in der Schweiz in verschiedenen Lebensbereichen zu erfassen und zu verstehen, wie gut sie sich in der Gesellschaft inkludiert (oder exkludiert) fühlen.» Die Ergebnisse werden in einem «Inklusionsindex» Inklusionsindex 2023 erfasst.
«Um auch dieses Mal eine repräsentative Stichprobe für die gesamte Schweiz zu erzielen, gehen wir in mehreren Erhebungsphasen vor. Aktuell befinden wir uns in der «offenen» Erhebungsphase und möchten dabei möglichst viele Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen erreichen – auch ausserhalb des Pro Infirmis-Registers – und zur Teilnahme an der Befragung einladen.»

Machen Sie mit! Je besser die Lobby-Organisationen informiert sind, umso mehr können sie sich gegen Fehlentwicklungen (s.o.) wehren.

Bis am 14. Februar 2026 kann an der Umfrage teilgenommen werden.

Die Umfrage dauert mindestens 20 Minuten.
Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und für die Auswertung anonymisiert.

Eine weitere Möglichkeit, sich einzubringen, bietet, zumindest für einen Teil der Betroffenen, die Mitgliedschaft bei InVIEdual. Mehr unter: www.inviedual.ch/

Nachdem das Parlament die finanzielle Beteiligung der IV an der intensiven Frühintervention (IFI) bei Kindern mit schweren Autismus-Spektrum-Störungen beschlossen hat, hat der Bundesrat die Vernehmlassung zu den Ausführungsbestimmungen eröffnet. Inclusion-Handicap nimmt wie folgt Stellung: Stellungnahme Inclusion Handicap vom 3. Oktober 2025

Der Verein hiki – Hilfe für hirnverletzte Kinder hat ein neues aktualisiertes Faltblatt mit dem Gesamtüberblick über seine Beratungsangebote herausgebracht. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an anbaro.abdiwahid@hiki.ch
oder Sie werfen einen Blick auf die Website: www.hiki.ch.

Aus der «restlichen Welt»

«Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung – so steht es im Gesetz. Noch vor 50 Jahren wurde in Österreich fast ein Drittel der schwerbehinderten Kinder mit dem Stempel „schulbefreit“ versehen und damit vom Zugang zur schulischen Bildung ausgeschlossen. Dagegen haben wir uns gewehrt: Wir haben die Grundlagen für eine Schule für alle – auch für sehr schwer behinderte Schülerinnen und Schüler – geschaffen, Lehrpläne geschrieben und die Lehrer:innen aus- und weitergebildet. Doch wie sieht die Situation heute aus?» Dieser Frage – nicht nur im Hinblick auf Österreich – widmet sich die neuste Ausgabe der Zeitschrift Menschen. Es lohnt sich, einmal hineinzuschauen. https://www.zeitschriftmenschen.at/content/view/full/127053

 

In vielen Rechtsgebieten sind zum 1. Januar 2026 in Deutschland wieder Änderungen in Kraft getreten. Das betrifft insbesondere die Pflegeversicherung: Unter anderem wird das Pflegegeld bei Krankenhausaufenthalten von Pflegebedürftigen jetzt für 8 statt bislang nur für 4 Wochen weitergezahlt. Erhöht wurden außerdem das Kindergeld und der Kinderfreibetrag. Auch ist die Aufwandspauschale für rechtliche Betreuer/-innen auf 450 Euro gestiegen. Der bvkm hat wichtige Neuerungen für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen zusammengefasst:
https://bvkm.de/ratgeber/rechtsaenderungen/

Von der Unterstützten Kommunikation bis hin zum Auszug aus dem Elternhaus: Der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Menschen bietet eine Fülle von Veranstaltungen und Informationen. Genaueres finden Sie hier: https://bvkm.de/angebote/

Wir bleiben in Verbindung!

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