Im Frühjahr 2026 hat die APW eine Umfrage zum Begriff „Wahrnehmungsstörung“ durchgeführt. Ziel war es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie der Begriff von Fachpersonen, Angehörigen und weiteren Interessierten wahrgenommen wird. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der Begriff zwar weiterhin verwendet wird, jedoch zunehmend kritisch betrachtet wird.
Auch Vorschläge wie „neurodivergente Wahrnehmung“ oder „andersartige Wahrnehmung“ zeigen, dass ein Bedürfnis nach differenzierteren und weniger wertenden Begriffen besteht.
Wer hat teilgenommen?
Die Mehrheit der Teilnehmenden waren Fachpersonen wie Therapeutinnen, Lehrpersonen oder Ärztinnen. Auch Eltern und Bezugspersonen waren vertreten.Wie wird der Begriff wahrgenommen?
Ein grosser Teil der Befragten empfindet den Begriff als eher negativ behaftet. Gleichzeitig wird er von vielen auch als sachlich korrekt eingeordnet. Einige sehen ihn jedoch als stigmatisierend oder nicht mehr zeitgemäss. Besonders deutlich wird, dass der Begriff unterschiedliche Reaktionen auslöst:- Assoziationen mit „gestört sein“ oder „nicht richtig sein“
- Verbindung zu technischen oder defekten Systemen
- Wahrnehmung als abwertend oder ausgrenzend
- Gleichzeitig auch neutrale oder fachlich geprägte Sichtweisen
Wunsch nach Veränderung
Ein Teil der Befragten spricht sich dafür aus, den Begriff anzupassen oder zu ersetzen. Andere möchten daran festhalten oder sehen keinen klaren Handlungsbedarf. Die Meinungen sind hier deutlich verteilt.Mögliche Alternativen
In der Umfrage wurden verschiedene alternative Begriffe bewertet. Besonders häufig genannt oder als passend empfunden wurden:- Wahrnehmungsbeeinträchtigung
- Wahrnehmungsschwierigkeit
- Wahrnehmungsbesonderheit
Auch Vorschläge wie „neurodivergente Wahrnehmung“ oder „andersartige Wahrnehmung“ zeigen, dass ein Bedürfnis nach differenzierteren und weniger wertenden Begriffen besteht.
Ergebnisse als PDF herunterladen
Wer sich vertieft mit den Resultaten beschäftigen möchte, kann die vollständige Auswertung hier herunterladen: